Solo

16. Dezember 2018
Irish Folk Blues

Irish Folk Blues –

 

Wie geht das denn? Doc Fritz liefert die Diagnose: Es gab schon immer einen lebhaften Austausch der Kulturen über den Atlantik. Iren und Schotten wanderten aus, exportierten ihre Musik absorbierten Stilistiken wie Blues und Jazz und nahmen sie wieder mit nach Hause. In diesem Spannungsfeld entwickelte sich nicht nur der Folk Revival der 60/70er Jahre, erst in den USA und dann in West-Europa, sondern auch old timy music und Bluegrass haben hier ihre Wurzeln. Und genau dieses Verweben von Kulturen macht den Charme der Musik aus, die Doc Fritz spielt. Feurige Jigs und Reels kombiniert mit old time mountain music aus den Appalachen; quirliger, lebensfroher Ostküstenblues und Lieder teils traditionell teils neu erdacht von den Ikonen der irisch/schottischen Folkszene. Dieser aparte Blend reift nun schon seit über 25 Jahren zu einer eigenen Musikform. Durch jahrelange Beschäftigung mit traditionellem Irish Folk und „Vor-Ort Erfahrungen“ mit der Musik der amerikanischen Ostküste schafft er es eine enorme Authentizität zu erreichen.

Sein Handwerkszeug hat er meist aus erster Hand gelernt. Zum einen durch ausgedehnte Reisen nach Irland und Schottland und dem dazugehörigen Musizieren in typischen Sessions, sowie der langjährigen Mitarbeit in diversen Irish Folk Bands.

Zum anderen mehr durch Zufall, als er Anfang der neunziger Jahre erstmals in Kontakt mit der für den Nord-Osten der USA typischen Folk-Stilistik kam. Er lebte zu dieser Zeit in Neuengland. Im „living room“ einer Farm in Woodstock/New Hampshire fand er ein Banjo und ein paar Notizen des Banjobauers wie dieses zu bedienen sei und war sofort gebannt von der Kraft und dem treibenden Rhythmus dieser Musik.

Zurück in Boston/Massachusetts gründete er zusammen mit der amerikanischen Geigerin Mary-Ann McAllister eine Band und wurde so aus erster Hand mit der Spezifik dieser Appalachen-Tradition vertraut.

Als Resultat präsentierte er Musik der einfachen Leute, der Landarbeiter, Schwarzbrenner und Landstreicher, die vom Leben auf der grünen Insel, von der Sehnsucht nach den Bergen der Highlands als auch von den wilden und ausgelassenen Tanzveranstaltungen der Südstaaten des Amerika der 20er und 30er Jahre berichtet. Doc Fritz versucht das dazugehörige Lebensgefühl nicht nur in musikalischer Form sondern auch durch Geschichten und Anekdoten über die Begebenheiten und Musiker aus dieser Zeit in unsere Breiten zu importieren. Das Programm ist gewürzt mit einigen Titeln und traditionell-klingenden „Cover-Nummern“ und einer Portion augenzwinkerndem Humor. Also Schafwollpullover und Flanellhemd auskramen, Whiskey kaltstellen und   „Slainte“.

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